Vom Fischerort zum Seeheilbad
Kellenhusen grenzt im Westen an Grömitz, im Nordosten an Dahme und im Norden an Grube. Aus dem Fischerort ist eine überwiegend touristisch geprägte Gemeinde geworden; 1.234 Menschen leben hier (Stand 31.12.2025). Ein Fischer im Boot ziert das Gemeindewappen, und zu den Sehenswürdigkeiten zählt die Skulptur „Fischer“ des Bildhauers Axel Süphke.
Was Witterung an der Küste anrichten kann, zeigte die alte Seebrücke: 2004/2005 wurde sie beschädigt. Ihre Nachfolgerin, 305 Meter lang und mit drei Themeninseln, wurde am 8. Juni 2007 eingeweiht.
Buche, Eiche, Esche: was draußen hält
Unter dem Fischer zeigt das Wappen ein Buchen-, ein Eichen- und ein Eschenblatt. Am Haus verhalten sich die drei Hölzer sehr verschieden. Eichenkernholz kommt im Wetter ohne chemischen Schutz aus und taugt für Pfosten, Schwellen oder Fassadenbretter. Buche und Esche sind unbehandelt im Freien wenig dauerhaft; durch Hitze zu Thermoholz veredelt, wird Esche aber für Terrassendielen und Fassaden verwendet.
Bei einer Holzterrasse entscheidet die Unterkonstruktion mit: Luft unter den Dielen, Fugen zum Ablaufen und Lager, die nicht im Wasser stehen.
Forst, Forsthaus und Schutzgebiet
Den nördlichen Teil des Gemeindegebiets nimmt das Guttauer Gehege ein, das als FFH-Gebiet geschützt ist; im Kellenhusener Forst steht die 5-Mark-Eiche. Zur Gemeinde gehören außerdem das Forsthaus Kellenhusen sowie Bokhorst und Vogelsang.
Stehen hohe Bäume nah am Haus, trocknen Dach und Fassade nach Regen langsamer, und Laub sammelt sich in Rinnen und Kehlen. Ausreichende Dachüberstände, eine hinterlüftete Schalung und gut erreichbare Rinnen schaffen Abhilfe. Ob ein Grundstück am Rand des Schutzgebiets besondere Auflagen hat, beantwortet im Zweifel die Bauaufsicht.