Vom Bauerndorf zum Seeheilbad
Scharbeutz war früher landwirtschaftlich geprägt und hat sich zu einem Ostseeheilbad entwickelt; 1970 wurde es staatlich als Seeheilbad anerkannt. Urkundlich erwähnt werden Pönitz 1221, Gleschendorf 1259 und Scharbeutz 1271.
Heute besteht die Gemeinde aus zehn Dorfschaften mit zusammen 11.668 Einwohnern (Stand 31.12.2025): dem Hauptort Scharbeutz, in dem auch die Verwaltung sitzt, Pönitz, dem Kirchdorf Gleschendorf sowie Haffkrug, Gronenberg, Klingberg, Sarkwitz, Schulendorf, Schürsdorf und Wulfsdorf.
Wassermühlen und ein Gut von Hugo Häring
Für Holz- und Baugeschichte lohnt ein Blick ins Hinterland: In Schulendorf steht eine alte Wassermühle, in Gronenberg die Gronenberger Mühle. In Klingberg liegt Gut Garkau, dessen Gutsanlage der Architekt Hugo Häring zwischen 1922 und 1926 errichtete.
Für Eigentümer älterer Gebäude gilt: Je mehr von der ursprünglichen Konstruktion erhalten ist, desto sorgfältiger sollte ein Eingriff geplant werden. Eine Bestandsaufnahme vor dem ersten Schnitt zeigt, welche Hölzer tragen und welche nur scheinbar gesund sind.
An der Bucht und im Hinterland
Die Dorfschaften liegen teils an der Bucht, teils im Hinterland – Pönitz etwa an der Bahnstrecke Kiel–Lübeck, Gleschendorf an der B 432 mit seinem Gewerbegebiet. Die B 432 endet in Scharbeutz; die B 76 verbindet die Seebäder der Lübecker Bucht mit der Holsteinischen Schweiz.
Am Wasser zählen beim Holzbau windfeste Konstruktionen und Verbindungsmittel, die nicht rosten. Wo ein Dachgeschoss ausgebaut werden soll, kommt es dagegen auf Kniestock, Firsthöhe und eine Gaube an, die zum Ortsbild passt.