Was der Meistertitel im Zimmererhandwerk bedeutet
Das Zimmererhandwerk gehört in Deutschland zu den zulassungspflichtigen Handwerken. Wer einen Zimmereibetrieb selbstständig führt, braucht dafür in der Regel den Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation; der Betrieb wird in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: der fachpraktischen und der fachtheoretischen Prüfung, einem Teil zu Betriebswirtschaft und Recht sowie der berufs- und arbeitspädagogischen Prüfung. Mit ihr erwirbt ein Zimmerermeister auch die Befähigung, Lehrlinge auszubilden.
Holz als tragender Baustoff
Zimmerer arbeiten mit Holz dort, wo es trägt: im Dachstuhl, in Holzrahmenwänden, in Gauben und Carports und als Unterkonstruktion von Fassaden. Dazu gehören das Aufmaß, die Abbundplanung nach den Vorgaben der Statik, der Zuschnitt der Hölzer und das Aufrichten auf der Baustelle.
Im Bestand kommt das Prüfen hinzu: Welche Hölzer tragen noch, wo hat Feuchtigkeit Schaden angerichtet, was lässt sich verstärken statt ersetzen? Die Leistungsseiten erklären die einzelnen Arbeiten ausführlich.