Kreisstadt zwischen den Seen
Eutin liegt im Naturpark Holsteinische Schweiz, einer von Moränen geprägten Landschaft. Rund um die Stadt liegen der Große und der Kleine Eutiner See, der Sibbersdorfer und der Dodauer See, im Norden Keller-, Uklei- und Lebebensee.
Neben der Kernstadt gehören die Dorfschaften Fissau, Neudorf, Sibbersdorf und Sielbeck zu Eutin, das insgesamt 17.177 Einwohner hat (Stand 31.12.2025). Als Kreisstadt ist Eutin Verwaltungssitz des Kreises Ostholstein.
Fachwerk, Klassizismus und ein Schloss
Die Altstadt gruppiert sich um den historischen Marktplatz. Dort stehen frühneuzeitliche Fachwerkhäuser neben klassizistischen Bauten. Das Eutiner Schloss, dessen Ursprünge um 1160 liegen, zählt zu den bedeutenden höfischen Profanbauten Schleswig-Holsteins.
Fachwerk ist Zimmererhandwerk im ursprünglichen Sinn: Das Gerüst aus Ständern, Riegeln und Streben ist ein Holztragwerk wie ein Dachstuhl. Bei alten Hölzern gilt der Grundsatz, so viel Substanz wie möglich zu erhalten – geschädigte Teile werden ausgetauscht oder angeschuht, gesunde bleiben. Bei denkmalgeschützten Häusern entscheidet die Denkmalbehörde über Material und Verfahren mit.
Grundstücke in Seenähe
Am Wasser trocknet Holz nach Regen oft langsamer ab. Für Terrassendächer, Carports und Fassaden in Seenähe zählen deshalb dieselben Regeln wie an der Küste, nur ohne Salz: Abstand zum Boden, geschützte Hirnholzflächen und eine Hinterlüftung, die Feuchte abführt.
Liegt ein Grundstück im baurechtlichen Außenbereich, gelten an Seen ab einem Hektar Größe zusätzlich Schutzstreifen nach dem Landesnaturschutzgesetz, in denen bauliche Anlagen nur eingeschränkt zulässig sind.