Kurort an Dieksee und Kellersee
Malente erstreckt sich im Zentrum der Holsteinischen Schweiz, im Bereich von Dieksee und Kellersee an den nordwestlichen Ausläufern des Bungsbergs. Die Schwentine fließt mitten durch den Ortsteil Bad Malente-Gremsmühlen. Zur Gemeinde mit 10.842 Einwohnern (Stand 31.12.2025) gehören außerdem Neversfelde und Rachut sowie die Dorfschaften Benz, Kreuzfeld, Krummsee, Malkwitz, Neukirchen, Nüchel, Sieversdorf, Söhren und Timmdorf.
Mehr Gewicht bekam Malente 1905 mit einem Sanatorium und Kurhaus; 1955 brachte die Anerkennung als Kneippheilbad dem Fremdenverkehr neuen Schwung. 1996 erhielt Malente-Gremsmühlen den Titel Heilklimatischer Kurort und darf seither „Bad“ vor dem Namen führen.
Hufendorf, Katen und Mühle
Um 1150 wurde in der Gegend des heutigen Malente ein Hufendorf angelegt, urkundlich erwähnt wird der Ort 1215, und 1227 begann der Bau der Maria-Magdalenen-Kirche. Von 1803 an gehörte das Gebiet zum Fürstentum Lübeck und damit zu Oldenburg; erst 1937 kam es zur Provinz Schleswig-Holstein.
Erhalten sind die Thomsen-Kate, ein Reetdachhaus aus dem 18. Jahrhundert mit dem Trauzimmer des Standesamts im Erdgeschoss, und die Tews-Kate, eine Räucherkate, die als Heimatmuseum dient. Auch die Gremsmühle zählt zu den Bauwerken des Ortes, und das Gemeindewappen zeigt ein oberschlächtiges Mühlrad.
Welches Holz wohin gehört
Im Arboretum neben dem Malenter Wildgehege lassen sich Gehölze wie Eiche, Ulme, Linde und Ahorn kennenlernen. Am Bau haben die Arten sehr verschiedene Aufgaben. Für Sparren, Balken und Holzrahmenwände wird meist technisch getrocknetes Nadelholz wie Fichte oder Tanne verwendet. Wo Holz dauerhaft im Wetter steht, zählt die natürliche Dauerhaftigkeit des Kernholzes: Eiche ist darin deutlich widerstandsfähiger als Linde, Ahorn oder Esche.
Bei der Reparatur alter Fachwerk- oder Dachhölzer wird das Ersatzstück in der Regel aus derselben Holzart gefertigt wie das Original, damit es beim Quellen und Schwinden mitgeht.