Zwischen Hohwachter und Lübecker Bucht
Oldenburg in Holstein liegt auf der Halbinsel Wagrien, mit der Hohwachter Bucht im Westen und der Lübecker Bucht im Osten, unmittelbar nördlich des Oldenburger Grabens. In der Jungsteinzeit war dieser Graben eine Förde mit Inseln und Halbinseln, um 2900 v. Chr. wurde er von der Ostsee abgeschnitten. Nördlich von Dannau und der Kernstadt liegt der Truppenübungsplatz Putlos.
Die Stadt hat 9.724 Einwohner (Stand 31.12.2025) und ist ein Unterzentrum mit der Funktion eines Mittelzentrums; für die umliegenden Orte, gerade die Bäderorte an der Ostseeküste, ist sie ein zentraler Ort. An die A 1 ist Oldenburg über drei Anschlussstellen angebunden, die B 202 führt nach Kiel.
Wall, Backsteinkirche und das Feuer von 1773
Zwischen 780 und 840 entstand der Oldenburger Wall, eine slawische Burganlage, von der heute nur der Wall erhalten ist; aus Starigard, der „Alten Burg“, wurde später der Name Oldenburg. Die St.-Johannis-Kirche aus Backstein wird auf 1156 bis 1160 datiert, 1233 erhielt Oldenburg die Stadtrechte. Am 15. August 1773 vernichtete ein Großfeuer fast die gesamte Stadt. Ein Wall-Museum mit Freilichtanlage vermittelt heute die Vergangenheit.
Holzanbau in der Stadt: Brandschutz von Anfang an
Wer auf einem engen Stadtgrundstück an- oder umbaut, plant den Brandschutz von Beginn an mit. Welche Anforderungen an Wände, Bekleidungen und Abstände gelten, hängt von der Gebäudeklasse und vom Abstand zur Nachbargrenze ab. Den Rahmen gibt die Landesbauordnung vor, Einzelheiten klärt im Zweifel die Bauaufsicht.
Holz verhält sich im Brandfall berechenbar: Massive Querschnitte verkohlen von außen, und die Kohleschicht bremst den weiteren Abbrand. In Holzrahmenwänden übernehmen Bekleidungen, etwa aus Gipsplatten, und je nach Anforderung eine nichtbrennbare Dämmung einen Teil des Schutzes. Sind die Anforderungen erfüllt, lässt sich ein Anbau aus Holz auch dort verwirklichen, wo Nachbarhäuser nah stehen.